Winterreifen im Sommer – Warum das keine gute Idee ist
- 1. Warme Temperaturen und weiches Gummi vertragen sich nicht gut
- 2. Der Verschleiß steigt und die Reifen nutzen sich schneller ab
- 3. Mehr Verbrauch und weniger Fahrspaß durch falsche Reifen
- 4. Sicherheit und Versicherung: Risiken mit Winterreifen im Sommer
- 5. Meistgestellte Fragen zu Winterreifen im Sommer
Warme Temperaturen und weiches Gummi vertragen sich nicht gut
Winterreifen im Sommer zu benutzen, ist riskant. Das Gummi von Winterreifen ist weicher als das von Sommerreifen. Bei hohen Temperaturen wird das Gummi noch weicher. Dadurch kann der Reifen seine Form nicht gut halten, besonders bei schnellen Fahrten oder engen Kurven. Das Auto reagiert langsamer auf Lenkbewegungen und hat einen längeren Bremsweg. Auch das Aquaplaning, also das Rutschen auf nasser Straße, passiert mit Winterreifen im Sommer schneller, weil das Profil für Schnee gemacht ist und nicht für starken Sommerregen.
Der Verschleiß steigt und die Reifen nutzen sich schneller ab
Wenn Sie mit Winterreifen im Sommer fahren, nutzen sich die Reifen viel schneller ab. Die warme Straße sorgt dafür, dass das weiche Material des Winterreifens mehr Reibung mit dem Asphalt hat. Dadurch verliert der Reifen an Profil. Das heißt, Sie müssen die Winterreifen bald ersetzen, obwohl sie vielleicht noch gar nicht so alt sind. Das ist auf lange Sicht teurer, als einmal im Jahr auf Sommerreifen zu wechseln. Außerdem kann ein abgefahrener Winterreifen in der nächsten kalten Jahreszeit seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen.
Mehr Verbrauch und weniger Fahrspaß durch falsche Reifen
Winterreifen im Sommer wirken sich auch auf den Kraftstoffverbrauch aus. Durch das weiche Gummi und die Form des Profils rollt der Reifen schwerer ab. Dadurch steigt der Rollwiderstand und das Auto verbraucht mehr Benzin oder Diesel. Das merkt man vielleicht nicht sofort, aber auf lange Sicht kostet jeder Kilometer mehr Geld. Auch der Fahrkomfort leidet, weil der Wagen schwammiger wirkt und die Reifen lauter sind. Wer Wert auf entspanntes Fahren legt, sollte im Sommer deshalb nicht mit Winterreifen fahren.
Sicherheit und Versicherung: Risiken mit Winterreifen im Sommer
Die Sicherheit ist der wichtigste Grund, warum Winterreifen im Sommer keine gute Idee sind. Studien zeigen, dass Autos mit Winterreifen bei sommerlichen Temperaturen oft schlechter bremsen. Der Bremsweg verlängert sich vor allem bei Notbremsungen um einige Meter. Im Ernstfall kann das entscheidend sein. Auch die Haftung auf trockener Straße ist verschlechtert, das Fahrzeug kann in Kurven schneller die Kontrolle verlieren. Ein weiterer Punkt betrifft die Versicherung: Nach einem Unfall könnten Versicherer das Fahren mit falschen Reifen als Fahrlässigkeit einstufen. Das kann im schlimmsten Fall die Zahlung im Schadensfall beeinträchtigen.
Meistgestellte Fragen zu Winterreifen im Sommer
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Schadet es den Winterreifen, wenn ich sie im Sommer fahre?
Ja, Winterreifen nutzen sich im Sommer durch die Wärme und harte Straßen schneller ab. Sie verlieren Profil und sind später im Winter oft nicht mehr sicher.
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Ist das Fahren mit Winterreifen im Sommer verboten?
Ein gesetzliches Verbot für Winterreifen im Sommer gibt es in Deutschland nicht. Es wird aber empfohlen, immer die passenden Reifen zur Jahreszeit zu nutzen.
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Wie lange kann ich Winterreifen im Sommer verwenden?
Winterreifen sollten nicht dauerhaft im Sommer gefahren werden. Schon nach wenigen Wochen sind sie deutlich mehr abgenutzt als Sommerreifen.
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Was passiert beim Bremsen mit Winterreifen im Sommer?
Mit Winterreifen im Sommer ist der Bremsweg länger, vor allem bei höheren Temperaturen. Das Auto kann langsamer zum Stehen kommen und rutscht schneller.
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Beeinträchtigt das Fahren mit Winterreifen im Sommer meine Versicherung?
Die Versicherung kann im Schadensfall prüfen, ob die falschen Reifen mitverantwortlich waren. Bei falscher Bereifung kann die Zahlung gekürzt werden, besonders wenn dadurch ein Unfall passierte.
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